Gemeinde Spiegelberg

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Gemeinde Spiegelberg
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Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Bedarf an Glaswaren immer größer. Da die Einfuhr aus anderen Ländern umständlich und teuer war, begannen die Landesherren, Glas in eigenen Hütten herzustellen. Für die Glasherstellung, für die Herstellung von Pottasche als Flussmittel und zur Feuerung der Öfen benötigte man ungeheure Mengen von Holz und rodete dafür ganze Wälder. Wegen des reichen Vorkommens von quarzhaltigem Sandstein gab es insgesamt 16 Glashütten in der Gegend um Spiegelberg.

Von besonderer Bedeutung für die Glasherstellung und Waldwirtschaft im Schwäbischen Wald wurde die 1701 gegründete Hohlglashütte in Jux, die Ausgangspunkt für die Spiegelhütte und den Ort Spiegelberg war.

1699 berichtete der Klosterhofmeister des Klosters Steinheim, dass „auf dem Jux“ ein über 1000 Morgen großer Wald mit mannsdicken Buchen stehe, der nicht genützt werden könne, weil das Holz schwer wegzubringen sei. Am Besten solle dort eine Glashütte eingerichtet werden. Der Kirchenrat griff den Gedanken auf, die Glashütte wurde auf dem Berg errichtet und im Jahr 1701 an den Hüttmeister Hans Jakob Greiner von Walkersbach verpachtet. Die unruhigen Kriegszeiten waren für das Unternehmen ungünstig; Greiner konnte seinen Verpflichtungen nicht nachkommen, musste vielmehr das viel zu hoch angesetzte Pachtgeld mit Glas bezahlen und gab die Hütte 1703 auf.

1702 versuchte man, durch den Franzosen St. Pierre, der in der Manufaktur Lohr verpflichtet war, im Juxer Wald zusätzlich eine Spiegelmanufaktur einzurichten. Nachdem jedoch der Franzose einen immensen Vorschuss forderte, hatte man große Bedenken und ließ die Idee fallen.

Als nun der hessische Spiegelmeister Johann Georg Gundelach seine Dienste anbot, war dies sehr willkommen. Zu seinen Forderungen gehörte der Bau einer neuen Hütte, in der weißes Trinkglas und auch Spiegel gemacht werden konnten. 1705 wurde die Spiegelhütte im Tal errichtet und Gundelach auf 10 Jahre pachtweise übertragen. Eine weitere Forderung, die neue Hütte nach sich selbst - nämlich „Georgsberg“ - nennen zu dürfen, lehnte Herzog Eberhard Ludwig ab und man einigte sich auf den Namen des Produkts: Spiegelberg

Glaswanderweg Spiegelberg
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Arbeiten mit Glas
Arbeiten mit Glas
Glasarbeiter
Glasarbeiter
Glasproduktion
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Glassplitter
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Früheres Spiegelberg
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300 Jahre Spiegelberg

Den Festkalender zum Jubiläumsjahr 2005 als PDF zum Download.